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Die gefährlichste Jahreszeit für die Windschutzscheibe

Warum die meisten Autofahrer auf den Winter tippen – die Werkstatt aber oft etwas anderes erlebt


Fragt man Autofahrer, welche Jahreszeit für die Windschutzscheibe am gefährlichsten ist, erhält man fast immer dieselbe Antwort.

Der Winter.

Schnee, Eis, Streusplitt und Minusgrade gelten seit Jahrzehnten als die größten Feinde des Autoglases. Auf den ersten Blick klingt das logisch. Schließlich entstehen viele Steinschläge durch aufgewirbelten Splitt, und gefrorene Scheiben werden täglich starken Belastungen ausgesetzt.

Doch wer regelmäßig in einem Autoglas-Betrieb arbeitet, erlebt häufig etwas Überraschendes.

Viele der schwerwiegendsten Schäden entstehen nicht im Winter.

Sondern Monate später.

Im Sommer.

Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Frage, welche Jahreszeit für die Windschutzscheibe tatsächlich die größte Belastung darstellt.

Der Winter verursacht die Vorschäden


Der Winter ist zweifellos eine harte Zeit für jedes Fahrzeug.

Nässe, Frost, Salz und Streusplitt greifen zahlreiche Bauteile an. Besonders die Windschutzscheibe ist dabei permanent Belastungen ausgesetzt.

Auf Autobahnen und Landstraßen werden kleine Steinchen von vorausfahrenden Fahrzeugen aufgewirbelt und treffen mit hoher Geschwindigkeit auf die Frontscheibe. Oft entsteht dabei nur ein winziger Steinschlag, der zunächst kaum auffällt.

Viele Fahrer fahren deshalb einfach weiter.

Die Sicht ist nicht beeinträchtigt, die Beschädigung scheint harmlos und der Alltag geht weiter.

Doch genau hier beginnt häufig die eigentliche Geschichte.

Denn der Winter erzeugt oft nur die Vorschädigung.

Warum der Sommer häufig den eigentlichen Schaden verursacht


Sobald die Temperaturen steigen, verändert sich die Situation.

Ein Fahrzeug, das mehrere Stunden in direkter Sonne steht, kann sich enorm aufheizen. Die Oberfläche einer Windschutzscheibe erreicht dabei Temperaturen, die deutlich über der Außentemperatur liegen.

Gleichzeitig bleiben bestimmte Bereiche durch Schatten oder die Karosserie kühler.

Dadurch entstehen Spannungen im Glas.

Für eine intakte Windschutzscheibe stellt das normalerweise kein Problem dar. Befindet sich jedoch bereits ein kleiner Steinschlag in der Scheibe, konzentrieren sich die Kräfte genau an dieser Stelle.

Autoglas-Spezialisten erleben deshalb jedes Jahr denselben Effekt.

Ein Schaden, der den gesamten Winter über stabil geblieben ist, entwickelt sich plötzlich innerhalb weniger Tage zu einem langen Riss.

Viele Kunden sind dann überzeugt, dass der Schaden „aus dem Nichts“ entstanden sei.

Tatsächlich lag die Ursache oft Monate zurück.

Die Klimaanlage als unschuldiger Verdächtiger


Ein weiterer Klassiker taucht in Werkstätten jeden Sommer auf.

„Der Riss muss von der Klimaanlage kommen.“

Diese Vermutung ist verständlich.

Das Fahrzeug steht stundenlang in der Sonne. Anschließend wird die Klimaanlage auf maximale Leistung gestellt und kurze Zeit später erscheint ein Riss in der Frontscheibe.

Die Klimaanlage selbst ist jedoch meist nicht die Ursache.

Sie macht lediglich sichtbar, was bereits vorhanden war.

Der eigentliche Auslöser ist in vielen Fällen ein älterer Steinschlag oder eine Vorschädigung, die durch Temperaturunterschiede aktiviert wird.

Die kalte Luft trifft auf eine aufgeheizte Windschutzscheibe und verstärkt die Spannungen im Material.

Dadurch kann sich ein bestehender Schaden ausbreiten.

Was Werkstätten im Jahresverlauf beobachten


Interessanterweise verteilen sich die Schäden nicht gleichmäßig über das Jahr.

Im Winter werden besonders viele neue Steinschläge registriert. Die eigentlichen Austauschaufträge häufen sich jedoch häufig in den warmen Monaten.

Der Grund ist einfach.

Viele kleine Schäden bleiben zunächst stabil. Erst durch die sommerlichen Belastungen beginnen sie sich auszubreiten.

Deshalb empfehlen Fachbetriebe seit Jahren, Steinschläge möglichst früh überprüfen zu lassen.

Oft genügt eine Steinschlagreparatur, wenn der Schaden rechtzeitig erkannt wird.

Wird zu lange gewartet, bleibt häufig nur noch ein vollständiger Windschutzscheibentausch.

Moderne Fahrzeuge reagieren sensibler als früher


Die Bedeutung der Windschutzscheibe hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert.

Früher stand vor allem die Sicht des Fahrers im Mittelpunkt.

Heute arbeiten hinter der Frontscheibe Kameras, Sensoren und moderne Fahrerassistenzsysteme. Diese Technik stellt höhere Anforderungen an das Autoglas als jemals zuvor.

Deshalb endet ein Austausch häufig nicht mit dem Einbau einer neuen Scheibe.

In vielen Fällen folgt zusätzlich eine Kamerakalibrierung der Fahrerassistenzsysteme, damit Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung und weitere Systeme weiterhin präzise arbeiten.

Gerade moderne Fahrzeuge zeigen dadurch, wie wichtig eine technisch einwandfreie Windschutzscheibe geworden ist.


Fazit


Die gefährlichste Jahreszeit für die Windschutzscheibe ist oft nicht diejenige, die den Schaden verursacht – sondern diejenige, die ihn sichtbar macht.

Während der Winter viele Steinschläge und Vorschäden erzeugt, sorgt der Sommer häufig dafür, dass sich diese Schäden ausbreiten.

Genau deshalb lohnt es sich, kleine Einschläge nicht zu ignorieren.

Wer einen Steinschlag frühzeitig prüfen lässt, verhindert oft einen späteren Riss und spart sich im besten Fall einen kompletten Windschutzscheibentausch.

Mehr erfahren: Windschutzscheibe Tausch | Steinschlagreparatur | Kamerakalibrierung der Fahrerassistenzsysteme

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Über uns

Die Wahl des richtigen Partners für den Windschutzscheibentausch ist entscheidend für die Sicherheit und Langlebigkeit Ihres Fahrzeugs. Bei der Autoglas4you GmbH verstehen wir, wie wichtig eine intakte Windschutzscheibe für die Sicherheit und den Komfort Ihres Fahrzeugs ist.

 

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